Am Sonntag 26.04. machten sich bei strahlendem Sonnenschein elf Wanderer der SG Letter 05 auf den Weg zum Deister. Vom Nienstedter Pass aus wurde auf dem Wallmanweg die gleichnamige Schutzhütte erreicht. Von da an ging es mäßig bergauf bis zur ersten Station der Wanderung, der „Nienstedter Blick“. An einer Sandsteinklippe erklärte Wanderleiter Josef Schefczyk kurz etwas über die Geologie des Deisters und den Kohleabbau.
Nach einer kleinen Pause wanderte die Gruppe weiter. Es folgte ein kurzer Aufstieg auf den Deisterkamm. Ein kurzer Abstecher führte die Gruppe vom Kammweg zur „alten Taufe“. Dieser galt als alte heidnische Opferstätte. Nach der Christianisierung im 8. Jahrhundert durch Karl den Großen sollen dort Taufen stattgefunden haben. Wieder zurück auf dem Kammweg ging es weiter in Richtung Nordmannsturm. Ein abermaliger Abstecher führte ein wenig bergab zur Teufelskanzel.
Ein gewaltiger Findling lag dort inmitten der Teufelskammer. Hier erzählte Schefczyk die Sage vom Riesen Düsterer, der seine Seele an den Leibhaftigen verkaufte, um Macht zu erlangen. Natürlich wurde der Riese durch den Teufel betrogen. Voller Wut warf der Riese dann mit großen Steinen nach dem Teufel. So gelangte der größte Stein, die „Teufelskanzel“ an diesen Ort.
Zehn Minuten später erreichte die Gruppe den Nordmannsturm. Er wurde 1863 vom hannoverschen Maurermeister Konstantin Nordmann erbaut. Nach einem Blitzeinschlag 1881, bei dem der Turm fast vollständig zerstört wurde, hatte ihn der Erbauer neu errichtet. 1913 wurde neben dem Turm eine Schutzhütte errichtet.
Nun freuten sich alle aufs Mittagessen und kehrten in der Hütte ein. Nach dem Essen ging es ganz gemütlich zurück zum Parkplatz am Nienstedter Pass.
Die Wanderung war 9 km lang und wurde in einer Gehzeit von 3 Std. geschafft.Die Teilnehmer bedankten sich beim Wanderleiter für die schöne Tour und verabschiedeten sich voneinander, um den Heimweg anzutreten.
Bericht: Josef Schefczyk
