Am Freitag 17.04. nachmittags trafen sich 19 Teilnehmer zu einer gemeinsamen Stadtführung im Stadtteil Hannover-Linden. Für die Tour hatte Wanderleiter Josef Schefczyk seinen Freund Uwe Rzepka gewinnen können. Der war ein ehemaliger Fußballtrainer bei der SG Letter und hatte sich zum Stadtführer in Hannover ausbilden lassen. Nach einer Begrüßung startete die Tour am TaK und führte zuerst zum „Lindener Butjer“. Der galt als Schmähbegriff für ungebetene Gäste aus den damaligen Vororten der Stadt, erklärte Rzepka.
Nächste Station war das Ihme Zentrum. Linden wurde bekannt durch seine Industrie und besonders durch seine Webereien. Das „Lindener Samt“ erreichte Weltruhm. Die Fabrikanlagen wurden abgerissen und auf dem Grund wurde das Ihme Zentrum gebaut.
Weiter ging es zum schwarzen Bären. Hier stand mal ein Hotel, nach dem dieser Platz später benannt wurde. Am alten Rathaus Linden wurde etwas zur Geschichte der damals selbstständigen Stadt Linden vorgetragen. Im Von-Alten-Park wurde es adelig. Im etwas versteckten Barockgarten stand ein Lustschlösschen, das im Krieg zerstört wurde. Ein noch in Resten vorhandene barocke Mauer sowie weitere Ausstattungen zeugten von einer besseren Zeit.
In der Falkenstraße führte uns Rezepka zum Geburtshaus von Hannah Arendt, einer bedeutenden Persönlichkeit Lindens. Er erzählte über ihr Leben und Wirken in der Gesellschaft.
Am neuen Lindener Rathaus vorbei ging es zum Pariser Platz. Dort sah man in allen Richtungen die schönen Fassaden der Häuser und nahm die besondere Atmosphäre dieses Stadtteils auf.
Letzte Station war der Küchengarten, benannt nach den im 17. Jahrhundert durch die Welfen angelegten Gärten. Später gab es hier einen Bahnhof, Güter (Kohle) wurden über eine Brücke bis zur Glocksee zum Gaswerk befördert.
Den Abschluss bildete ein Kneipenbesuch im „Lohrberg“. In geselliger Runde gab es ein leckeres Abendessen, bevor es mit dem Bus nach Hause ging.
Danke Uwe!
Bericht: Josef Schefczyk



